Höhere Steuern für Sprit-Fresser
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Höhere Steuern für Sprit-Fresser
Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" plant Umweltminister Trittin einen kräftigen Aufschlag für Autos mit hohem Benzinverbrauch: Die KFZ-Steuer soll künftig nicht mehr nach Hubraum, sondern nach der Höhe des Kohlendioxid-Ausstoßes bemessen werden. Für Geländewagen würden sich die Steuern vervierfachen.
Während damit die Kfz-Steuer für Autos mit niedrigem Verbrauch deutlich geringer ausfallen soll, würden große Fahrzeuge erheblich stärker belastet. Entlastet würden auch Dieselfahrzeuge mit Rußfilter. Die Neuregelung soll dem Bericht zufolge zum 1. Januar 2005 in Kraft treten.
Grundlage des Konzepts, das vom Umweltbundesamt (UBA) in Berlin erarbeitet worden sei, ist demnach der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2002. Mit der Steuerreform will Trittin laut "SZ" mit der "simplen Formel 'Weniger Kraftstoff, weniger CO2'" den Ausstoß des als Treibhausgas geltenden Stoffes vermindern. Die Regierung wolle so ihrem selbst auferlegten Ziel näher kommen, den CO2-Ausstoß um 25 Prozent zu senken; ursprünglich sollte das bereits im Jahr 2005 der Fall sein.
Vor allem so genannte Drei-Liter-Autos würden von der Reform profitieren. In der ersten Stufe bis 2009 würde ein kleiner Benzinmotor, der nur 90 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, kaum belastet. In der zweiten Phase bis 2015 würden lediglich 36 Euro im Jahr fällig. Schon für konventionelle Kleinwagen wie den Opel Corsa oder den neuen Golf wäre die Belastung höher.
Vervierfachung der Steuer für Geländewagen
Besonders hart träfe die neue Steuer jedoch Geländewagen, die mit Benzinmotor rund 15 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer verbrauchen. Für sie würde die Kfz-Steuer um das Vierfache auf mehr als tausend Euro im Jahr ansteigen. In dem Konzept heißt es nach "SZ"-Informationen, die Änderung der Steuer sollte aufkommensneutral sein. Tatsächlich würden jedoch bezogen auf den derzeitigen Fahrzeugbestand erheblich mehr Steuern anfallen.
Laut "SZ" ist das Konzept noch nicht mit anderen Ministerien abgestimmt. Die Zeitung zitiert einen Sprecher des Finanzministeriums: "Die Kfz-Steuer ist eine reine Ländersteuer. Deshalb ist das für uns derzeit kein Thema."
Weiter heißt es: "Mit dem neuen Konzept wechselt das Umweltministerium ins Lager der Diesel-Befürworter - obwohl es kurz vor der Internationalen Automobil-Ausstellung im September vorigen Jahres noch vor Tausenden von Toten durch Dieselruß gewarnt hatte."
Quelle: Spiegel.de
Während damit die Kfz-Steuer für Autos mit niedrigem Verbrauch deutlich geringer ausfallen soll, würden große Fahrzeuge erheblich stärker belastet. Entlastet würden auch Dieselfahrzeuge mit Rußfilter. Die Neuregelung soll dem Bericht zufolge zum 1. Januar 2005 in Kraft treten.
Grundlage des Konzepts, das vom Umweltbundesamt (UBA) in Berlin erarbeitet worden sei, ist demnach der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2002. Mit der Steuerreform will Trittin laut "SZ" mit der "simplen Formel 'Weniger Kraftstoff, weniger CO2'" den Ausstoß des als Treibhausgas geltenden Stoffes vermindern. Die Regierung wolle so ihrem selbst auferlegten Ziel näher kommen, den CO2-Ausstoß um 25 Prozent zu senken; ursprünglich sollte das bereits im Jahr 2005 der Fall sein.
Vor allem so genannte Drei-Liter-Autos würden von der Reform profitieren. In der ersten Stufe bis 2009 würde ein kleiner Benzinmotor, der nur 90 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, kaum belastet. In der zweiten Phase bis 2015 würden lediglich 36 Euro im Jahr fällig. Schon für konventionelle Kleinwagen wie den Opel Corsa oder den neuen Golf wäre die Belastung höher.
Vervierfachung der Steuer für Geländewagen
Besonders hart träfe die neue Steuer jedoch Geländewagen, die mit Benzinmotor rund 15 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer verbrauchen. Für sie würde die Kfz-Steuer um das Vierfache auf mehr als tausend Euro im Jahr ansteigen. In dem Konzept heißt es nach "SZ"-Informationen, die Änderung der Steuer sollte aufkommensneutral sein. Tatsächlich würden jedoch bezogen auf den derzeitigen Fahrzeugbestand erheblich mehr Steuern anfallen.
Laut "SZ" ist das Konzept noch nicht mit anderen Ministerien abgestimmt. Die Zeitung zitiert einen Sprecher des Finanzministeriums: "Die Kfz-Steuer ist eine reine Ländersteuer. Deshalb ist das für uns derzeit kein Thema."
Weiter heißt es: "Mit dem neuen Konzept wechselt das Umweltministerium ins Lager der Diesel-Befürworter - obwohl es kurz vor der Internationalen Automobil-Ausstellung im September vorigen Jahres noch vor Tausenden von Toten durch Dieselruß gewarnt hatte."
Quelle: Spiegel.de
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Lösungen ...
1. Abschaffung der KFZ-Steuer
2. Umlage auf die Mineralölsteuer
3. zweckbezogene Verwendung der Mineralölsteuereinnahmen ausschließlich für den Straßenverkehr und den ÖPNV
=>
1. Vereinfachung der Kaufentscheidung
2. Alte Fahrzeuge ohne Kat werden aufgrund des höheren Spritverbrauchs automatisch unattraktiv
3. Sozialverträglich: Auf's Auto angewiesene Bürger mit niedrigem Einkommen werden nicht gezwungen, sich für ein neues Auto zu verschulden
4. Das frei werdenen Personal in den Finanzämtern kann für mehr Steuergerechtigkeit sorgen
5. Wer viel fährt, zahlt viel Steuern (Straßennutzung)
6. Wer viel verbraucht, zahlt viel Steuern (Umweltaspekt)
und langfristig:
7. Anpassung der Mineralölsteuer auf euröpäischer Ebene
dadurch könnte nämlich
8. auf teuere Systeme zur Mauterhebung verzichtet werden
Dann ist nämlich unterm Strich egal, wieviel ich zahle, denn es hängt nur noch von den beiden entscheidenen Faktoren Verbrauch und Nutzung ab. Die Kosten wären transparenter und jedesmal beim Tanken gäb's die "Rechnung" und nicht die Diskussion, ob und welcher Steuersatz nun für mein Auto gilt und unter welchen Tricks ich diesen reduzieren kann
Letztenendes muss Mobilität zu einem bezahlbaren Preis gewährleistet sein - und dies geht nur dann, wenn's möglichst einfach gehandhabt wird. Denn mal hier 'ne Rechnung, mal da ein Ausdruck - all das kostet Zeit, und die ist schließlich auch Geld ...
Und diejenigen die jetzt sagen, na gut, dann tanke ich halt ausserhalb der EU, für die habe ich im einem anderen Forum noch einen Tipp gefunden: Raus aus der EU geht's nur vollgetankt, notfalls direkt an der Grenze (und dann für die Unbelehrbaren mit saftigem Aufpreis).
1. Abschaffung der KFZ-Steuer
2. Umlage auf die Mineralölsteuer
3. zweckbezogene Verwendung der Mineralölsteuereinnahmen ausschließlich für den Straßenverkehr und den ÖPNV
=>
1. Vereinfachung der Kaufentscheidung
2. Alte Fahrzeuge ohne Kat werden aufgrund des höheren Spritverbrauchs automatisch unattraktiv
3. Sozialverträglich: Auf's Auto angewiesene Bürger mit niedrigem Einkommen werden nicht gezwungen, sich für ein neues Auto zu verschulden
4. Das frei werdenen Personal in den Finanzämtern kann für mehr Steuergerechtigkeit sorgen
5. Wer viel fährt, zahlt viel Steuern (Straßennutzung)
6. Wer viel verbraucht, zahlt viel Steuern (Umweltaspekt)
und langfristig:
7. Anpassung der Mineralölsteuer auf euröpäischer Ebene
dadurch könnte nämlich
8. auf teuere Systeme zur Mauterhebung verzichtet werden
Dann ist nämlich unterm Strich egal, wieviel ich zahle, denn es hängt nur noch von den beiden entscheidenen Faktoren Verbrauch und Nutzung ab. Die Kosten wären transparenter und jedesmal beim Tanken gäb's die "Rechnung" und nicht die Diskussion, ob und welcher Steuersatz nun für mein Auto gilt und unter welchen Tricks ich diesen reduzieren kann
Letztenendes muss Mobilität zu einem bezahlbaren Preis gewährleistet sein - und dies geht nur dann, wenn's möglichst einfach gehandhabt wird. Denn mal hier 'ne Rechnung, mal da ein Ausdruck - all das kostet Zeit, und die ist schließlich auch Geld ...
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Viele Grüße,
Thomas mit silverbeetle
Doch die alles, wat anders ess, stührt, die mem Strom schwemme, wie’t sich jehührt, für die Schwule Verbrecher sinn, Ausländer Aussatz sinn, bruchen wer, der se verführt.
Kristallnaach - BAP
Thomas mit silverbeetle
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silverbeetle.de hat geschrieben:2. Alte Fahrzeuge ohne Kat werden aufgrund des höheren Spritverbrauchs automatisch unattraktiv
Ich denke hier muß eine andere regelung gelten...
Meinen alten Mini mit ca 100PS bin ich auch mit 10 litern gefahren, allerdings stehen jetzt auf der strecke zur arbeit keine Bäume mehr
1 Liter öl auf 500km und keinen Kat...
Olli
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Olli hat geschrieben:... Meinen alten Mini mit ca 100PS bin ich auch mit 10 litern gefahren, allerdings stehen jetzt auf der strecke zur arbeit keine Bäume mehr![]()
1 Liter öl auf 500km und keinen Kat...
Olli
Klar, und aus welchem Grund bist Du dann umgestiegen
Und das mit den Bäumen liegt sicher nicht nur am Mini ...

Viele Grüße,
Thomas mit silverbeetle
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Mein beispiel basiert ja auf deinem Steuermodell > weg mit der steuer > höhere spritkosten.
Das heißt, das ich für "kleines" geld die umwelt verschmutzen darf.
Beetle 1,8T 10L/100km > 1Baum / 100km
Mini aufgemotzt 10L/i00km > 1 km^2 Wald / km
Wo bleibt da die gerechtigkeit?
Umgestiegen (auf einen VW) bin ich aber nur wegen der zuverlässigkeit.
An spaßfaktor ist der Old Mini neimals und von keinem auto zu überbieten.
Olli
Das heißt, das ich für "kleines" geld die umwelt verschmutzen darf.
Beetle 1,8T 10L/100km > 1Baum / 100km
Mini aufgemotzt 10L/i00km > 1 km^2 Wald / km
Wo bleibt da die gerechtigkeit?
Umgestiegen (auf einen VW) bin ich aber nur wegen der zuverlässigkeit.
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Ob da zum einen die Relationen stimmen und zum anderen der Wald durch die KFZ-Steuer gerettet würde, wage ich zu bezweifeln. Ausserdem wie hoch ist denn effektiv noch der Bestand an Fahrzeugen ohne Kat und mit hohem Verbrauch, die täglich im Dauereinsatz sind
Und aus welchem Grund soll denn schon der Besitz eines zugelassenen Fahrzeugs besteuert werden
Erst der Betrieb verursacht Kosten und Umweltschäden
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Thomas mit silverbeetle
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Renegade hat geschrieben:herr tritin sagt:alles lüge,so eine neubesteuerung gibts nicht...
aber... wir kennen herrn tritin ja besser....
cu,
florian
Wisst Ihr schon das Neueste?
Kfz-Steuer: Regierung will verbrauchsarme Autos fördern
Die Bundesregierung macht Ernst mit dem Umbau der Kraftfahrzeugsteuer: Nicht mehr der Hubraum eines Motors, sondern der Ausstoß von Kohlendioxid soll als Maßstab zu Grunde gelegt werden. Das dürfte vor allem die Besitzer von sparsamen Diesel-Fahrzeugen freuen.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf ein Konzept des Bundesumweltministeriums berichtet, soll vom 1. Januar 2005 an nicht mehr der Hubraum eines Automotors, sondern der Ausstoß von Kohlendioxid (CO 2) als Maßstab zu Grunde gelegt werden. Dadurch würden verbrauchsarme Fahrzeuge steuerlich gefördert. Autos, die viel verbrauchen, würden hingegen spürbar stärker belastet.
Wegen ihres geringeren CO-2-Ausstoßes würden den Plänen zufolge vor allem Dieselfahrzeuge günstiger gestellt. Auch einige Beispiele wurden bereits genannt: für einen Golf würde sich die jährliche Steuer von 94 auf 293 Euro erhöhen, für einen Opel Corsa wären 144 Euro zu zahlen. Insgesamt erhöht sich die Kfz-Steuer damit deutlich. Für schwere Geländewagen wären bis zu über 1000 Euro pro Jahr zu zahlen.
Grundlage des Konzepts, das laut Zeitung vom Umweltbundesamt erarbeitet wurde, ist der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen von 2002. Darin werde festgehalten, dass "die Kfz-Steuer gemeinsam mit den Ländern aufkommensneutral ökologisch weiterentwickelt" wird. Mit der Reform wolle Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) jetzt den Kampf gegen das Klimagas CO-2 aufnehmen, schreibt das Blatt.
Quelle: RP-Online Stand 27.01.04 -09:04
Kfz-Steuer: Trittin lässt Vorschläge überarbeiten
Die Pläne des Bundesumweltministeriums zur Umgestaltung der Kfz-Steuer sind auf ein breites Echo gestoßen. Umwelt- und Automobilverbände sowie die mittelständische Wirtschaft begrüßten den Vorstoß, die Steuer an den Ausstoß von Kohlendioxis zu binden, wenn auch nur prinzipiell.
"Wer sparsamer fährt, soll auch weniger Steuern zahlen", unterstrich das Ministerium am Dienstag in Berlin. Ein entsprechendes Konzept des Umweltbundesamtes sei aber noch nicht ausgereift. Umwelt- und Automobilverbände sowie die mittelständische Wirtschaft begrüßten prinzipiell den Vorstoß.
Dem Konzept zufolge sollte vom 1. Januar 2005 an nicht mehr der Hubraum eines Motors, sondern der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer als Maßstab für die Besteuerung zugrunde gelegt werden. Dadurch würden verbrauchsarme Fahrzeuge steuerlich gefördert, hieß es. Autos, die viel verbrauchen, würden hingegen spürbar stärker belastet. Wegen ihres geringeren CO2-Ausstoßes würden vor allem Dieselfahrzeuge günstiger gestellt. Die Kfz-Steuer fließt in die Länderhaushalte.
Ziel: Aufkommensneutrale Reform
Das Ministerium wies darauf hin, dass das Papier des Umweltbundesamtes aber das Ziel verfehle, die Kfz-Steuer "aufkommensneutral" weiterzuentwickeln, wie dies in der Koalitionsvereinbarung festgelegt worden sei. Allerdings sei eine Steuerentlastung für Autos mit Rußpartikelfilter geplant, um vor allem die Belastungen durch Dieselruß und Stickoxide zu verringern. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte dazu bereits im März des vergangenen Jahres eine Initiative in der Europäischen Union gestartet. Dieses Vorhaben wurde von den Umweltministern der Länder auf ihrer jüngsten Sitzung in Hamburg unterstützt.
Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sprach sich derweil gegen eine Berechnung nach Abgasausstoß aus. Ein solches Vorgehen würde vor allem Pendler und die Besitzer von älteren Autos treffen, die dann mehr zahlen müssten. "Es darf aber nicht teuer werden", betonte Stolpe. Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) erwartet hingegen eine Lenkungswirkung zum Nutzen der Umwelt. Eine Kfz-Steuer nach Ausstoß würde den Verkauf von Autos mit geringerem Spritverbrauch fördern,
Kritisch äußerte sich die Union. CDU-Vize Jürgen Rüttgers lehnte die Überlegungen als "Griff in die Taschen der Autofahrer" ab. Er sagte: "Bluten müssen wieder einmal die kleinen Leute und Familien mit Kindern, die auf ein größeres Auto angewiesen sind".
Hinter die neue Steuerüberlegung stellten sich indes der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Es sei ein "guter Anfang", betonte BVMW-Präsident Mario Ohoven. Aus Sicht des Verkehrsclub Deutschland (VCD) war der Vorstoß "überfällig". Skeptisch äußerte sich der Autoclub Europa (ACE). Die Debatte sei ein "Sturm im Bezinkanister".
Der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Wolfgang-Ernst zu Ysenburg, gab zu bedenken, dass die Neuregelung den Neuzustand eines Fahrzeuges belohne, "ohne betriebsbedingte Änderungen und Mängel einzubeziehen". So könne es "gut sein, dass ein Fahrzeug mit defektem Auspuff als Kohlendioxid-Schleuder herumfährt und trotzdem in der Steuer begünstigt wird".
Quelle. rp-online 27.01.04 -19:45
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Klar, und die Troll-Connection darf dann für jedes Auto einzeln den CO2-Ausstoss messen und abkassieren
Und die CO2-Angaben der Hersteller beziehen sich auch nur auf einen genormten Messzyklus und haben mit der Realität recht wenig zu tun
Verbrauchsreduktion geht doch am besten über den Kraftstoffpreis
Und die CO2-Angaben der Hersteller beziehen sich auch nur auf einen genormten Messzyklus und haben mit der Realität recht wenig zu tun
Verbrauchsreduktion geht doch am besten über den Kraftstoffpreis
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Thomas mit silverbeetle
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Noch keine Förderung von Rußfiltern möglich
Die Bundesregierung hält eine steuerliche Förderung rußarmer Diesel-Pkw vorerst nicht für möglich. Zunächst müssten noch Verhandlungen des Bundes mit den Ländern über den Tausch der Kfz- und Versicherungsteuern zu Ende geführt werden, sagte Regierungssprecher Bela Anda.
«Die Voraussetzungen sind noch nicht erfüllt.» EU-Kommissar Günter Verheugen hatte dagegen am Vortag einen Grenzwert von 5,0 Milligramm für den Partikelausstoß je gefahrenem Kilometer vorgeschlagen und damit die sofortige Möglichkeit einer Steuerförderung von Rußfiltern eröffnet.
Anda fügte hinzu, der Bundeskanzler sei an einer schnellen Umsetzung der Steuerförderung rußarmer Diesel-Pkw interessiert - «und je schneller desto besser». Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums betonte die Zuständigkeit der Länder. «Es gibt (dort) keine Signale, eine steuerliche Förderung der Rußpartikelförderung zu wollen.» Zunächst wäre eine Mehrheit im Bundesrat erforderlich.
Greenpeace-Experte Günter Hubmann sagte: «Wenn (Finanzminister Hans) Eichel (SPD) nicht will, sollte der Kanzler von seiner Weisungsbefugnis Gebrauch machen.» Der Bundesrat habe bereits am 11. Juni die Absicht einer Steuerförderung des Rußpartikelfilters bekundet. Seit Mitte 2004 sei der Bund in Verzug, betonte Hubmann.
Quelle: web.de
Die Bundesregierung hält eine steuerliche Förderung rußarmer Diesel-Pkw vorerst nicht für möglich. Zunächst müssten noch Verhandlungen des Bundes mit den Ländern über den Tausch der Kfz- und Versicherungsteuern zu Ende geführt werden, sagte Regierungssprecher Bela Anda.
«Die Voraussetzungen sind noch nicht erfüllt.» EU-Kommissar Günter Verheugen hatte dagegen am Vortag einen Grenzwert von 5,0 Milligramm für den Partikelausstoß je gefahrenem Kilometer vorgeschlagen und damit die sofortige Möglichkeit einer Steuerförderung von Rußfiltern eröffnet.
Anda fügte hinzu, der Bundeskanzler sei an einer schnellen Umsetzung der Steuerförderung rußarmer Diesel-Pkw interessiert - «und je schneller desto besser». Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums betonte die Zuständigkeit der Länder. «Es gibt (dort) keine Signale, eine steuerliche Förderung der Rußpartikelförderung zu wollen.» Zunächst wäre eine Mehrheit im Bundesrat erforderlich.
Greenpeace-Experte Günter Hubmann sagte: «Wenn (Finanzminister Hans) Eichel (SPD) nicht will, sollte der Kanzler von seiner Weisungsbefugnis Gebrauch machen.» Der Bundesrat habe bereits am 11. Juni die Absicht einer Steuerförderung des Rußpartikelfilters bekundet. Seit Mitte 2004 sei der Bund in Verzug, betonte Hubmann.
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Vorerst keine Steuervorteile für Diesel mit Filter
Die von Gerhard Schröder angekündigten Steuervorteile für umweltfreundliche Diesel werden vorerst nicht kommen. Finanzminister Hans Eichel will derzeit nicht tätig werden, wie sein Ministerium am Montag mitteilte. Die Länder hätten keine verlässlichen Signale gegeben, ob sie die Förderung des Rußfilters über die Kfz-Steuer mitmachen wollten.
Außerdem habe sich die Bundesregierung verpflichtet, keine neuen Steuersubventionen auf den Weg zu bringen, sagte Sprecher Stefan Giffeler. Schröders Sprecher Béla Anda betonte allerdings: "Es bleibt weiterhin Ziel, dass man zu einer gemeinsamen Lösung kommt." Auf die Frage, ob Schröder bald ein Machtwort gegenüber Eichel sprechen werde, sagte Anda: "Machtworte spricht man nicht öffentlich."
Schröder hatte im Sommer angekündigt, sich für Steuervorteile für umweltfreundliche Diesel-Autos ab 1. Januar 2005 einzusetzen, und zwar auf Grundlage eines einheitlichen EU-Grenzwerts. Dieser ist inzwischen mit fünf Milligramm pro Kilometer festgelegt - ein Wert, der nach Ansicht von Experten nur mit einem Rußfilter zu schaffen ist. Umweltminister Jürgen Trittin hatte Mitte Januar auf eine schnelle Steuerförderung des Filters gedrungen.
Eichel sieht hingegen keine Handhabe, wie Giffeler sagte. Die Förderung erfolge über die Kfz-Steuer, die den Ländern zustehe. "Das heißt, die Länder wären gefragt, eine solche steuerliche Vergünstigung mitzutragen", sagte der Sprecher. "Wir haben keine verlässlichen Signale seitens der Länder, dass eine solche steuerliche Förderung mitgetragen würde. Von daher kann es auch im Moment keinen Appell geben an die Bundesregierung, in dieser Frage aktiv zu werden und tätig zu werden."
Umweltbündnis: Bundesrats-Appell steht
Hintergrund ist eine Kampagne von Umweltgruppen, alle neuen Diesel-Fahrzeuge möglichst schnell mit Rußfiltern auszustatten. Die feinen Diesel-Rußpartikel gelten als Auslöser von Krebs und anderen schlimmen Atemwegserkrankungen. Der Filter hält sie fast vollständig zurück, wird aber bei deutschen Herstellern meist nicht serienmäßig angeboten.
Die Allianz "Kein Diesel ohne Filter" warf Eichel eine "seit Monaten andauernde skandalöse Hinhaltetaktik" vor. Hintergrund sei Eichels falsche Rücksichtnahme auf den Volkswagen-Konzern, der hinter den Kulissen heftigen Widerstand gegen die Rußfilter-Technik leiste.
Greenpeace-Verkehrsexperte Gunter Hubmann betonte, der Bundesrat habe die Bundesregierung schon im Juni 2004 aufgefordert, die Grundlagen für ein Förderkonzept für den Partikelfilter zu erarbeiten. "Eichel verfälscht die Tatsachen, wenn er so tut, als warte er auf eine Initiative aus dem Kreis der Länder."
Giffeler wies persönliche Attacken gegen Eichel als "irrwitzig und geschmacklos" zurück. Der Minister behalte sich juristische Schritte vor. Eichel habe umwelt- und wirtschaftspolitische Ziele sowie den sinnvollen Umgang mit Steuergeldern abzuwägen.
Druck kommt in die Debatte, weil seit Januar auch in Deutschland neue EU-Grenzwerte für Feinstaub gelten, die aller Voraussicht nach in vielen Großstädten nicht eingehalten werden können. Als ein Ausweg bliebe den Kommunen, Tempolimits oder Fahrverbote für Diesel ohne Filter zu verhängen.
Quelle: rp-online
Die von Gerhard Schröder angekündigten Steuervorteile für umweltfreundliche Diesel werden vorerst nicht kommen. Finanzminister Hans Eichel will derzeit nicht tätig werden, wie sein Ministerium am Montag mitteilte. Die Länder hätten keine verlässlichen Signale gegeben, ob sie die Förderung des Rußfilters über die Kfz-Steuer mitmachen wollten.
Außerdem habe sich die Bundesregierung verpflichtet, keine neuen Steuersubventionen auf den Weg zu bringen, sagte Sprecher Stefan Giffeler. Schröders Sprecher Béla Anda betonte allerdings: "Es bleibt weiterhin Ziel, dass man zu einer gemeinsamen Lösung kommt." Auf die Frage, ob Schröder bald ein Machtwort gegenüber Eichel sprechen werde, sagte Anda: "Machtworte spricht man nicht öffentlich."
Schröder hatte im Sommer angekündigt, sich für Steuervorteile für umweltfreundliche Diesel-Autos ab 1. Januar 2005 einzusetzen, und zwar auf Grundlage eines einheitlichen EU-Grenzwerts. Dieser ist inzwischen mit fünf Milligramm pro Kilometer festgelegt - ein Wert, der nach Ansicht von Experten nur mit einem Rußfilter zu schaffen ist. Umweltminister Jürgen Trittin hatte Mitte Januar auf eine schnelle Steuerförderung des Filters gedrungen.
Eichel sieht hingegen keine Handhabe, wie Giffeler sagte. Die Förderung erfolge über die Kfz-Steuer, die den Ländern zustehe. "Das heißt, die Länder wären gefragt, eine solche steuerliche Vergünstigung mitzutragen", sagte der Sprecher. "Wir haben keine verlässlichen Signale seitens der Länder, dass eine solche steuerliche Förderung mitgetragen würde. Von daher kann es auch im Moment keinen Appell geben an die Bundesregierung, in dieser Frage aktiv zu werden und tätig zu werden."
Umweltbündnis: Bundesrats-Appell steht
Hintergrund ist eine Kampagne von Umweltgruppen, alle neuen Diesel-Fahrzeuge möglichst schnell mit Rußfiltern auszustatten. Die feinen Diesel-Rußpartikel gelten als Auslöser von Krebs und anderen schlimmen Atemwegserkrankungen. Der Filter hält sie fast vollständig zurück, wird aber bei deutschen Herstellern meist nicht serienmäßig angeboten.
Die Allianz "Kein Diesel ohne Filter" warf Eichel eine "seit Monaten andauernde skandalöse Hinhaltetaktik" vor. Hintergrund sei Eichels falsche Rücksichtnahme auf den Volkswagen-Konzern, der hinter den Kulissen heftigen Widerstand gegen die Rußfilter-Technik leiste.
Greenpeace-Verkehrsexperte Gunter Hubmann betonte, der Bundesrat habe die Bundesregierung schon im Juni 2004 aufgefordert, die Grundlagen für ein Förderkonzept für den Partikelfilter zu erarbeiten. "Eichel verfälscht die Tatsachen, wenn er so tut, als warte er auf eine Initiative aus dem Kreis der Länder."
Giffeler wies persönliche Attacken gegen Eichel als "irrwitzig und geschmacklos" zurück. Der Minister behalte sich juristische Schritte vor. Eichel habe umwelt- und wirtschaftspolitische Ziele sowie den sinnvollen Umgang mit Steuergeldern abzuwägen.
Druck kommt in die Debatte, weil seit Januar auch in Deutschland neue EU-Grenzwerte für Feinstaub gelten, die aller Voraussicht nach in vielen Großstädten nicht eingehalten werden können. Als ein Ausweg bliebe den Kommunen, Tempolimits oder Fahrverbote für Diesel ohne Filter zu verhängen.
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Diesel: Warten auf den Partikelfilter
Diskutiert wird über steuerliche Vergünstigungen, aber der Partikelfilter für Diesel-Autos ist immer noch mit Fragezeichen behaftet: Er existiert, aber nicht überall. Zudem ist vollkommen offen, wann welche Förderung in Kraft tritt.
Kunden und Autohersteller stehen vor einem anderen Problem: Es gibt derzeit kaum genügend Filter, um alle Neu-Fahrzeuge auszurüsten. Umgekehrt sieht es bei der Nachrüstung älterer Fahrzeuge aus. Hier herrscht Kaufzurückhaltung, auch wegen Unklarheiten über mögliche Förderungen.
Der Grund für die teils zögerliche Einführung von Neuwagen mit Filtern ist Experten zufolge eindeutig: "Die Autohersteller sind lange Zeit zu vorsichtig an das Thema herangegangen. Nun geht die Nachfrage hoch, und die Zulieferer sind damit überfordert", sagt der Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen.
Spezielle Filterelemente
Nicht selten gibt es jedoch Schwierigkeiten beim Zulieferer des Zulieferers: "Wir haben keine Engpässe was unseren Teil der Produkte betrifft", sagt Klaus Teubner vom Filter-Hersteller Eberspächer in Esslingen bei Stuttgart. Doch zur Fertigung brauche man spezielle Filterelemente aus Keramik - und bei diesen gebe es Engpässe.
Die Produzenten in Japan seien derzeit dabei, ihre Produktion auszubauen, so Teubner. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter wäre mangels Alternativen schwierig: "Der Fertigungsprozess dieser Keramik-Körper ist nicht einfach." Aus dem flüssigen Material müssen am Ende Filterblöcke mit einer Vielzahl exakter Kanäle entstehen, zwischen denen sich sehr dünne Wände befinden.
Eine Folge der schlechten Verfügbarkeit der Filter - und auch der späten Entscheidung für ihren Einsatz - ist, dass es viele Modelle bis heute nicht mit dem Abgasreiniger gibt. Wann sich das ändert, ist in einigen Fällen unklar. So kündigt Volkswagen-Sprecher Hans-Gerd Bode in Wolfsburg entsprechende Ausrüstungen des Golf vage für die zweite Jahreshälfte an.
Dass sich mögliche Käufer wegen der langen Wartezeiten in größerer Menge abwenden, glaubt Bode nicht. Das heißt jedoch nicht, dass die Kunden kein Interesse haben: Laut Opel-Sprecher Manfred Daun ordern 40 Prozent der Käufer des Astra mit 1,9-Liter-Diesel auch den gegen Aufpreis erhältlichen Partikelfilter.
Wann steigt Bosch groß ein?
Wie wichtig das entsprechende Angebot gerade in Deutschland ist, zeigt sich auch beim Filter-Vorreiter Peugeot Deutschland in Saarbrücken: Nach Meldungen über Nachschubprobleme durch einen Filter-Zulieferer und darauf folgende Produktionsausfälle wies der Hersteller darauf hin, dass dies jedenfalls für die Lieferungen auf den deutschen Markt keine Auswirkungen habe.
Entlastung ist wohl spätestens dann zu erwarten, wenn auch Bosch in Stuttgart groß in die Lieferung einsteigt. "Nach Stand der Dinge werden die Diesel-Partikelfilter bei uns 2006 in Serie gehen", sagt Sprecher Richard Backhaus. Probleme mit Nachschub an Keramikteilen dürfte es nicht geben: Bosch hat eine Technik des Herstellers HJS in Menden (Nordrhein-Westfalen) lizenziert und weiter entwickelt. Statt Keramik kommt dabei Sintermetall zum Einsatz.
Probleme mit Nachschub an Keramikteilen dürfte es hier nicht geben: Bosch hat eine Technik des Herstellers HJS in Menden (Nordrhein-Westfalen) lizenziert und weiter entwickelt - statt Keramik kommt Sintermetall zum Einsatz. "Im Prinzip werden dabei Gittermatten mit einem Edelmetall-Pulver beschmiert. Das Material wird dann erhitzt um sich zu verbinden", beschreibt HJS-Sprecher Christian Renfordt den "sintern" genannten Vorgang.
650 Euro zum Nachrüsten
HJS selbst will künftig Nachrüst-Programme für verschiedene Marken anbieten. "Die Filter sind noch nicht im Verkauf, wir arbeiten aber mit Hochdruck daran", sagt Sprecher Christian Renfordt. "Der Preis unserer City-Filter wird bei etwa 650 Euro inklusive Einbau liegen." Dass HJS mit dem Verkauf noch wartet, könnte sinnvoll sein: Bei Twin-Tec in Königswinter (Nordrhein-Westfalen) bietet man schon Nachrüstungen an, stellt aber geringe Nachfrage fest.
Doch während Nachrüst-Kandidaten noch grübeln, ob sie zum Filter greifen sollen, ist die Qual der Wahl bei Neuwagen keine, meint jedenfalls Daniel Kluge vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin. "Man kann nur dringend abraten, jetzt noch einen Diesel ohne Filter zu kaufen - zum einen in Hinblick auf die Umwelt, aber auch wegen des vermutlich höheren Wertverlustes für Fahrzeuge ohne Partikelfilter."
Quelle: rp-online
Diskutiert wird über steuerliche Vergünstigungen, aber der Partikelfilter für Diesel-Autos ist immer noch mit Fragezeichen behaftet: Er existiert, aber nicht überall. Zudem ist vollkommen offen, wann welche Förderung in Kraft tritt.
Kunden und Autohersteller stehen vor einem anderen Problem: Es gibt derzeit kaum genügend Filter, um alle Neu-Fahrzeuge auszurüsten. Umgekehrt sieht es bei der Nachrüstung älterer Fahrzeuge aus. Hier herrscht Kaufzurückhaltung, auch wegen Unklarheiten über mögliche Förderungen.
Der Grund für die teils zögerliche Einführung von Neuwagen mit Filtern ist Experten zufolge eindeutig: "Die Autohersteller sind lange Zeit zu vorsichtig an das Thema herangegangen. Nun geht die Nachfrage hoch, und die Zulieferer sind damit überfordert", sagt der Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen.
Spezielle Filterelemente
Nicht selten gibt es jedoch Schwierigkeiten beim Zulieferer des Zulieferers: "Wir haben keine Engpässe was unseren Teil der Produkte betrifft", sagt Klaus Teubner vom Filter-Hersteller Eberspächer in Esslingen bei Stuttgart. Doch zur Fertigung brauche man spezielle Filterelemente aus Keramik - und bei diesen gebe es Engpässe.
Die Produzenten in Japan seien derzeit dabei, ihre Produktion auszubauen, so Teubner. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter wäre mangels Alternativen schwierig: "Der Fertigungsprozess dieser Keramik-Körper ist nicht einfach." Aus dem flüssigen Material müssen am Ende Filterblöcke mit einer Vielzahl exakter Kanäle entstehen, zwischen denen sich sehr dünne Wände befinden.
Eine Folge der schlechten Verfügbarkeit der Filter - und auch der späten Entscheidung für ihren Einsatz - ist, dass es viele Modelle bis heute nicht mit dem Abgasreiniger gibt. Wann sich das ändert, ist in einigen Fällen unklar. So kündigt Volkswagen-Sprecher Hans-Gerd Bode in Wolfsburg entsprechende Ausrüstungen des Golf vage für die zweite Jahreshälfte an.
Dass sich mögliche Käufer wegen der langen Wartezeiten in größerer Menge abwenden, glaubt Bode nicht. Das heißt jedoch nicht, dass die Kunden kein Interesse haben: Laut Opel-Sprecher Manfred Daun ordern 40 Prozent der Käufer des Astra mit 1,9-Liter-Diesel auch den gegen Aufpreis erhältlichen Partikelfilter.
Wann steigt Bosch groß ein?
Wie wichtig das entsprechende Angebot gerade in Deutschland ist, zeigt sich auch beim Filter-Vorreiter Peugeot Deutschland in Saarbrücken: Nach Meldungen über Nachschubprobleme durch einen Filter-Zulieferer und darauf folgende Produktionsausfälle wies der Hersteller darauf hin, dass dies jedenfalls für die Lieferungen auf den deutschen Markt keine Auswirkungen habe.
Entlastung ist wohl spätestens dann zu erwarten, wenn auch Bosch in Stuttgart groß in die Lieferung einsteigt. "Nach Stand der Dinge werden die Diesel-Partikelfilter bei uns 2006 in Serie gehen", sagt Sprecher Richard Backhaus. Probleme mit Nachschub an Keramikteilen dürfte es nicht geben: Bosch hat eine Technik des Herstellers HJS in Menden (Nordrhein-Westfalen) lizenziert und weiter entwickelt. Statt Keramik kommt dabei Sintermetall zum Einsatz.
Probleme mit Nachschub an Keramikteilen dürfte es hier nicht geben: Bosch hat eine Technik des Herstellers HJS in Menden (Nordrhein-Westfalen) lizenziert und weiter entwickelt - statt Keramik kommt Sintermetall zum Einsatz. "Im Prinzip werden dabei Gittermatten mit einem Edelmetall-Pulver beschmiert. Das Material wird dann erhitzt um sich zu verbinden", beschreibt HJS-Sprecher Christian Renfordt den "sintern" genannten Vorgang.
650 Euro zum Nachrüsten
HJS selbst will künftig Nachrüst-Programme für verschiedene Marken anbieten. "Die Filter sind noch nicht im Verkauf, wir arbeiten aber mit Hochdruck daran", sagt Sprecher Christian Renfordt. "Der Preis unserer City-Filter wird bei etwa 650 Euro inklusive Einbau liegen." Dass HJS mit dem Verkauf noch wartet, könnte sinnvoll sein: Bei Twin-Tec in Königswinter (Nordrhein-Westfalen) bietet man schon Nachrüstungen an, stellt aber geringe Nachfrage fest.
Doch während Nachrüst-Kandidaten noch grübeln, ob sie zum Filter greifen sollen, ist die Qual der Wahl bei Neuwagen keine, meint jedenfalls Daniel Kluge vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin. "Man kann nur dringend abraten, jetzt noch einen Diesel ohne Filter zu kaufen - zum einen in Hinblick auf die Umwelt, aber auch wegen des vermutlich höheren Wertverlustes für Fahrzeuge ohne Partikelfilter."
Quelle: rp-online
Ein runder Gruß
Sylvia
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